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Ein Herz für Horb

Ein Herz für Horb

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Urban Voids

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Bürgeraktivität zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes

Bürgeraktivität zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes

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Seoul - Blick zurück nach vorn

Entwurf
E1

Secheon 2020 Matzdorff | Köhler

Seoul erlebte in den letzten Jahrzehnten ein gigantisches Stadtwachstum und zählt heute mit über 20 Millionen Einwohnern zu den größten Metropolregionen der Welt. Mit Ausnahme weniger geschützter historischer Bereiche folgte die Stadtentwicklungs und -erneuerungspolitik dabei einem Tabula-Rasa- Prinzip, bei dem bestehende städtische Strukturen radikal ausradiert und durch Hochhaussiedlungen ersetzt wurden. Der Verlust an Spuren der Vergangenheit war dabei immens und die Bauwelt prägte für Seoul den Begriff der „Stadt ohne Erinnerung“. Ein Umdenken hat mittlerweile eingesetzt, doch droht jetzt, als anderes Extrem, der Rekonstruktionswahn.

Am Beispiel eines der wenigen noch verbliebenen lebendigen Quartiere im Zentrum der ehemaligen Altstadt wurden gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der Hanyang Universität in Seoul Entwürfe erarbeitet, die alternative Herangehensweisen aufzeigen sollen. Aufbauend auf einer kritischen und vorwärtsgewandten Auseinandersetzung mit der koreanischen Bautradition wurden Konzepte entwickelt, die eine Erneuerung des Quartiers ermöglichen, dabei aber die Spuren und die Lebendigkeit des Gebiets bewahren und so eine Brücke zwischen Koreas Vergangenheit und Zukunft aufzeigen.

SEOCHON 2020 Kernstück der Arbeit ist ein Baukasten mit sorgfältig entwickelten und maßgeschneiderten Gebäudetypen, die parzellengenau die bestehende Baustruktur ergänzen und wo nötig ersetzen können. Trotz einer moderaten Erhöhung der Baudichte gelingt es dabei, die Belichtungssituation modernen Anforderungen anzupassen und sogar noch zusätzliche Freiflächen innerhalb des sehr kompakten Quartiers zu schaffen.

 

 

 

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C

Seoul Bottom-Up Kaltenbach | Cuntz

 


SECHEON DO THE ROUNDS Eine neue Hochbahn soll die Erschließungssituation des nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erschließende Quartiers lösen und gleichzeitig einen Impuls für die städtebauliche Entwicklung geben. Ausgehend von den Stationen der Hochbahn wird die bestehende Struktur mit neuen Stadtbausteinen unterschiedlicher Größe – L, M, S – teils radikal erneuert und dennoch behutsam mit der historischen Bebauung verflochten.

 

Bauernhaus 2.0 - Räume für Landleben heute

Stegreif - gemeinsam mit Fachgebiet Nachhaltiges Bauen, Prof. Christof Kuhn
E2

Bauernhaus 2.0 Kaltenbach | Reichwein

 

 

Der Stegreif baute auf einer präzisen Bauaufnahme durch Studierende auf. Die Bauaufgabe ist typisch für das Dorf Mundelfingen: hier stehen fast 50 große Scheunenteile der Bauernhäuser mehr oder weniger leer. Es waren beispielhafte Lösungen für das Problem gesucht. Gefragt war ein Programm, das das Rücksicht nimmt auf die Besonderheiten und Potenziale des Ortes, das in die Region und das Dorf passt. Aufwand und Programm sollten in einem sinnvollen Zusammenhang stehen. Auch temporäre, etwa jahreszeitliche Nutzungen oder schrittweise Entwicklungen waren gefragt. Die bäuerliche Baukultur sollte weiter entwickelt werden: wie viel Kontinuität ist wichtig, wie viel Innovation tut gut? Die Aufgabe wurde in einem Workshop vor Ort bearbeitet und am Ende in einer großen öffentlichen Versammlung präsentiert und diskutiert. 

SCHEUNENNETZWERK Die Arbeit nutzt die Bestandsgebäude, die Landwirtschaftsflächen in der Umgebung und die lebhafte Dorfgemeinschaft: Ein Dorfladen mit biologischen Produkten aus der umliegenden Landwirtschaft, eine Backstube und eine Workshopküche sowie zwei Ferienwohnungen ergänzen sich. Sie sollen sich selbst tragen und einen Mehrwert für das Dorf darstellen. Der Umbau des Scheunengebäudes wird als Keimzelle eines örtlichen Scheunennetzwerkes verstanden, das Strahlkraft weit über die Gemeindegrenzen hinaus entwickelt.

EXISTENZGRÜNDUNG 2.0 Die Arbeit schafft Arbeitsräume für junge Hochschulabsolventen und Freischaffende, die temporär und kurzfristig gebucht werden können: Grundstein für die Existenzgründung.
Das 2. Standbein des Projektes ist ein Hofladen mit Dorfküche, das einen neuen Mittelpunkt in Mundelfingen bildet. Gekocht wird von Interessierten aus dem Dorf. Der Fussweg durchs Dorf wird durch das Gebäude geleitet. Die ortstypischen Elemente des Dorfes werden aufgegriffen: die großen Dächer, die Zäune, der Vorplatz vor dem Haus. Nachts leuchtet das Gebäude aus den beleuchteten Giebeln.