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MITTWOCHSREIHE

Baukultur im Alpenraum – Nachhaltige Interventionen zwischen high tech und low tech
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Bauen in ländlichen Räumen eröffnet Spielräume für Nachhaltige Interventionen: Natürliche Ressourcen sind eher verfügbar, Raum ist im Übermaß vorhanden und bietet diverse Möglichkeiten für Gestaltung. Regionales Bauen, der Wert jahrhunderte-alter Konstruktionen, Prinzipien und Typologien werden wieder entdeckt und neu interpretiert. Zusammen mit neuen Gebäudetechnologien ergeben sich Synergien, welche die Diskussion um das nachhaltige Bauen bereichern.

Im Alpenraum, insbesondere in Österreich und in der Schweiz entstehen interessante Projekte und Impulse. Die Vortragsreihe stellt aktuelle Projekte aus Architektur und Regionalplanung vor und diskutiert sie im Kontext kommunaler Planungen, konzeptioneller und technologischer Innovationen. Wenn möglich werden verschiedene Perspektiven auf ein Projekt thematisiert und im Kontext integraler Planungsansätze beleuchtet.
Die Vortragsreihe ist eine Kooperation der Fachgebiete Nachhaltiges Bauen, Regionalplanung und Bauen im ländlichen Raum sowie Bauphysik & Technischer Ausbau.

Die traditionsreiche Montagsreihe findet in diesem Semester aus organisatorischen Gründen am Mittwochabend statt.

 

Binzwangen

Szenarien für ein Dorf
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Innerhalb des Seminars hat sich eine Gruppe von Studenten mit der Zukunft des Ortes Binzwangen beschäftigt. Basierend auf Szenarien wurden verschiedene Entwicklungsrichtung erarbeitet, die an Schlüsselorten in erste Ideenskizzen basierend auf Stegreifentwürfen erinnern.

 

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Instrumente in der Stadtplanung - KA-S: Aktuelle Projekten der Innenentwicklung

2 SWS Seminar, BA 5. Semester
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Die Städte sind sich einig: Sie wollen sich nach innen entwickeln und nicht weiter Landschaft verbrauchen. Aber wie geschieht es? Einfach weiterstricken? Oder bietet Innenentwicklung die Chance für ein neues Bild der Stadt? Wie viel Dichte ist möglich – wie viel Grün in der Stadt ist nötig, in der Abwägung mit Durchlüftung, Bewegungsdrang und dem Wunsch nach Bäumen? 

Welche Nutzungen passen wohin? Welche Akteure kommen zum Zug? Baugemeinschaften z.B. haben andere Anforderungen an die Gründstücksvergabe als die klassischen Bauträger. 

Wie kann man zu einem räumlichen Leitbild der Innenentwicklung kommen? 

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Methoden, Strategien und Instrumente der Innenentwicklung. Wir konzentrieren uns auf Projektbeispiele in Stuttgart und Karlsruhe: Exkursionen, Expertengespräche, Ausstellungsbesuche usw. 

Die Vorlesungsreihe vermittelt Grundlagen und Kenntnisse, die für das städtebauliche Entwerfen und Planen erforderlich sind. Durch Referate und Projektbegehungen sowie Übungen in Kleingruppen und Diskussionen sollen diese vertieft werden.

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DORF 2040

4 SWS (Diplom), 4 ects (Master), Seminar & Stegreif: Binzwangen 2040 - Szenarien für ein Dorf
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Landleben heute – unsere Dörfer haben sich verändert: Die Landwirtschaft ging zurück, Höfe stehen leer, die Energiewende hinterlässt ihre Spuren. All dies hat Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Dörfer, meist keine vorteilhaften. Andererseits gibt es auch Entwicklungen, die dem ländlichen Raum neue Chancen eröffnen: Die neuen Medien machen manche Arbeitsplätze ortsunabhängig, neue Mobilitätskonzepte erlauben eine bessere Anbindung auch abgelegener Orte an die Zentren.Wir wollen in dem Seminar für das Dorf Binzwangen fragen: Wie wird es hier wohl in dreißig Jahren aussehen? Was muss heute schon getan werden, um absehbare Entwicklungen zu fördern oder zu unterbinden? In Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern sollen Szenarien erarbeitet werden und darauf aufbauend von Ihnen räumliche und gestalterische Auswirkungen skizziert werden. In einem Stegreif werden mögliche Gestaltungen für den Ortskern Anfang 2014 vertieft. Die Teilnahme am Stegreif wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend und auch für andere Studierende möglich.  

 

Wie könnte sich Binzwangen bis zum Jahr 2040 weiterentwickeln? Dies haben sieben Karlsruher Architektur Studierende (KIT) im November in einem Workshop gemeinsam mit einigen Binzwanger Bürgern und Ortsvorsteher Gaber diskutiert. Binzwangen als Dorf, als Lebensraum hat sich gravierend gewandelt in den vergangenen 30 Jahren – wie könnte es weitergehen?

Vorher hatte die international zusammen gesetzte Studentengruppe zwei Tage lang gemeinsam mit Stefan Netsch, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter den Ort erkundet und viele Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, bzw. Gewerbetreibenden geführt. Die Studierenden haben anschließend ihre Erkenntnisse geordnet und daraus drei unterschiedliche Szenarien entwickelt – mögliche Entwicklungspfade, die das Dorf gehen könnte - je nachdem wie in den nächsten Jahren die Weichen gestellt werden.

Das Fachgebiet Regionalplanung und Bauen im Ländlichen Raum unter Leitung von Professorin Kerstin Gothe hat darauf aufbauend eine Entwurfsübung herausgegeben: Für die drei innerörtlichen Blöcke zwischen der Römerstrasse und der Schulstrasse sollten konkrete räumliche Visionen für das Jahr 2040 entwickelt werden. Die Studierenden sollten überlegen: Wer wohnt dann im Ortskern? In welchen Wohnformen? Was geschieht mit den alten Wohngebäuden? Was mit den Scheunen? Wie werden die Freiflächen genutzt? Wie wird die Mobilität organisiert? Was bedeutet das für das Ortsbild?

Die Studierenden haben sich dabei bewußt frei gemacht von Grundstücksgrenzen und anderen Zwängen. Insofern sollte man keine morgen umsetzbaren Lösungen erwarten. Aber Anregungen und Impulse für die Diskussion können die studentischen Ergebnisse den Binzwangern bringen – und auch Interessierten aus den Nachbarorten, denn im Grundsatz ähneln sich die Fragestellungen. Die Entwurfsarbeiten von insgesamt 14 Studierenden werden an Plänen, einem großen Dorfmodell sowie in Bildschirmpräsentationen von ihnen selbst den Bürgern vorgestellt. Sie sind sehr gespannt, wie ihre Arbeit aufgenommen wird und offen für Gesprächen und Fragen. 

Daher sind die Bürger aus Ertingen, insbesondere natürlich die aus Binzwangen, aber auch Interessierte aus den Nachbarorten herzlich eingeladen, zu einer Veranstaltung in der Binsenberghalle in Binzwangen am Mittwoch, 12.März 2014 von 17.00 Uhr bis etwa 19.00 Uhr.


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