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Karlsruhe - Eine Stadt zum Chillen?

Entwurf
Fiducia

Viele der Karlsruhe Stadtstraßen entstanden in den 1960er- und 70er-Jahren und wurden überwiegend den Bedürfnissen des Autoverkehrs entsprechend gebaut. Dies entsprach dem damaligen Leitbild, dieses entspricht aber nicht mehr unseren Vorstellungen eines urbanen Stadtlebens und Stadtbilds, ganz zu schweigen von den Anforderungen an eine zeitgemäße Mobilität. Ein genauerer Blick auf diese Straßen offenbart zudem, dass dort Nachverdichtungspotenziale und auch Vitalisierungsmöglichkeiten des öffentlichen Raumes in beachtlichem Ausmaß schlummern. Denn viele der grünen Abstandsstreifen, Verkehrsbauwerke oder sonstigen der Dominanz des motorisierten Individualverkehrs geschuldeten Maßnahmen erscheinen aus heutiger Sicht nicht nur überdimensioniert, sondern sind möglicherweise völlig verzichtbar.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Stadtstraße der Zukunft aussehen könnte. Welches Lebensgefühl soll sie transportieren, welches Gesicht soll sie der Stadt geben? Wie kommt sie einem modernen Verkehrsmix aus Radfahrern verschiedener Geschwindigkeiten, Autos und sonstigen neuen Fortbewegungsmitteln entgegen, und wie kann sie gleichzeitig für Fußgänger einen angenehmen Lebensraum bieten? Wie können wir die Nachverdichtungspotenziale möglichst sinnvoll nutzen, welche Funktionen lassen sich hier verflechten? Welche Vision können wir dem Leitbild der autogerechten Stadt entgegensetzen?
 

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Verfahren und Instrumente der Stadtplanung: Klima.Stadt.Wandel

Seminar
Bild

Klimaschutz und Klimawandel sind aktuelle Themen, die in der nachhaltigen Stadtentwicklung eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Die Definition, was unter nachhaltiger Planung zu verstehen ist, reicht dabei von allgemeinen Konzepten wie "Cradle to Cradle" bis hin zu städtebaulich spezifischen Themen wie der Nachverdichtung im Innenbereich.

Die Themenbereiche und Möglichkeiten, wie eine Stadt sich dem verändernden Klima anpassen kann, sind dabei vielfältig und in ihren Maßnahmen wenig präzise definiert. Dabei stellt sich die Frage, wie und in welchen Arbeitsbereichen sich unsere Städte in den nächsten Jahren weiter anpassen können und müssen. Verschiedene Konzepte und Strategien stehen dabei zur Diskussion und erfordern sowohl von der Planung, als auch von den Bürgen einen Prozess des Umdenkens. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie die Strategien  umsetzbar sind, und welche finanziellen Randbedingungen dabei notwenig sind.
 

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Insterburg 2050

Stegreif
Insterburg

Studentisches Wohnen - die Wohnheime des Studentenwohnheims e.V: Hadiko und Insterburg haben alle das selbe Rezept: je 12 eher kleine Zimmer liegen an einem Flur und teilen sich 2 gemeinschaftliche Duschen, 2 WC's sowie eine gemeinsame Küche mit Essplatz. Ist das eine zukunftsfähige Wohnform für Studierende in den nächsten 20 bis 40 Jahren? Wie wichtig sind günstige Mieten, gemeinschaftliches Leben und individueller Komfort? Wie wichtig sind Arbeitsräume, Bars und Balkone? Heutige Investitionen in den Baubestand müssen diese Trend berücksichtigen. Der Stegreif knüpft an Ergebnisse von Gruppendiskussionen zum Thema "Wie wollen Studierende in Zukunft wohnen" an, die derzeit durch das House of Competence durchgeführt werden. Die Wünsche sollen mit der Wirklichkeit des Gebäudes Insterburg in der Waldstadt konfrontiert werden. Denkbar sind z.B. Entwurfskonzepte für eine Diversifizierung des Wohnangebots oder eine Verbesserung des Wohnkomforts, aber auch eine Aufwertung der Gemeinschaftsflächen. Gefordert ist eine Auseinandersetzung mit der Bausubstanz: Stärken der Architektur sollen durch geeignete Mittel unterstützt werden. Neue architektonische Qualitäten werden gewünscht. Weiterhin soll günstiger Wohnraum bereit gestellt werde. Zur Präsentation werden die Teilnehmer der Gruppendiskussion und des Verwaltungsrates eingeladen.
 

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Tempelhof - Räume für ein Leben in Gemeinschaft

Stegreif
temeplhof

Eine "ökologisch nachhaltige, sozial gerechte und sinnerfüllte menschliche Daseinsform" - ja, wer hätt's nicht gern? In Baden-Württemberg, dem neuerdings grünsten aller Bundesländer, macht man jetzt Ernst!  Zwanzig Menschen möchten ihre gesellschaftspolitische Vision nach jahrelanger Vorarbeit nun umsetzten: Sie haben einen alten Gutshof samt Dorf auf 30 Hektar Land gekauft und bauen dort unter dem Motto "In Gemeinschaft leben" ihre weitgehend hierarchielos organisierte Gemeinschaft auf.

In einem Seminar im Sommersemester haben wir bereits einige Vorschläge für die Nachverdichtung des Dorfs erbarbeitet. Parallel führte das Institut Kunst- und Baugeschichte eine Bauaufnahme für eines der bestehenden historischen Gebäude durch. Für dieses Gebäude soll ein Nutzungskonzept erarbeitet werden, das den besonderen Anforderungen des Kontexts gerecht wird. Es soll insbesondere auf die spezifischen Gegebenheiten der vorhandenen Substanz reagieren, sowie Aussagen über die Intensität der Umbauten und damit auch über den Kostenrahmen machen. Der entstehende Aufwand soll in einem vernünftigen Zusammenhang zur späteren Nutzung stehen.
     

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WHO Tübingen - Modernisierung und Nachverdichtung einer Großsiedlung

Diplom
TübingenWHO

WHO steht für Waldhäuser Ost und ist mit fast 4.800 Einwohnern die einzige Großwohnsiedlung in Tübingen. Gebaut ab Ende der 1960er Jahre weist sie alle Merkmale des Wohnungsbaus dieser Epoche auf: periphere Lage, Mix aus Wohnbautypen mit dominanten Wohnhochhäusern, überdimensionierte Haupterschließung, schwächelndes Zentrum, veraltete Infrastruktur, vernachlässigte Freiflächen. Die Erneuerung von WHO ist exemplarisch für den Umgang mit Siedlungen der funktionalistischen Moderne und stellt eine der wichtigsten Aufgaben der Stadtplanung in den kommenden Jahren dar – nicht nur in Tübingen. 

Andererseits verfügt das Gebiet über große Potenziale: Die Wohnformen sind interessant und vielfältig und trotz vergleichsweise hoher Dichte ist hier ein ruhiges Wohnen möglich. Viele wichtige Versorgungseinrichtungen sind zu Fuß zu erreichen. Und das Versprechen vom „Wohnen im Park“ stellt sich heute zwar eher als ein Wohnen auf dem Parkplatz dar, doch wenige Korrekturen im Wohnumfeld könnten es doch noch einlösen. Ähnliches gilt für die uns heute unzeitgemäß erscheinenden anti-urbanen Straßen: Mit gezielten Eingriffen lassen diese sich den heutigen Ansprüchen anpassen – genug Flächen für verschiedenste Umbaukonzepte bieten die überdimensionierten Straßen allemal. 

Es sind Konzepte gesucht, die nicht nur eine Modernisierung und Nachverdichtung der Siedlung erreichen, sondern darüber hinaus die in dieser Struktur versteckten Stärken erkennen und herausarbeiten. Lassen sich nicht doch einige der Versprechungen dieser Epoche einlösen? Stecken in den begeisterten Visionen der 1960er-Jahre nicht auch bedenkenswerte Ansätze, die eine Alternative zu dem heute allgegenwärtigen Konzept der Blockrandbebauung darstellen?
        

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