Home  | Impressum | Sitemap | KIT

Tagung des Forum Stadt zum Thema "Kirchenräume neu denken" am 10./11. Mai 2012 in Rottweil

kuratiert von Prof. Kerstin Gothe und Dr. Theresia Gürtler Berger in Luzern

Die Kirchen als größter Immobilienbesitzer Deutschlands können ihren heterogenen Gebäudestand nicht mehr vollständig unterhalten. Multifunktionale Nutzung von Kirchenraum, Profanisierung, Umnutzung, im Einzelfall sogar Abriss steht zur Debatte.
Auf der Rottweiler Tagung boten unterschiedliche Akteure einen Überblick zu Nutzungserweiterungen von Kirchen, zu partizipativen Handlungsmodellen und gingen der Frage nach, Kirchen als räumliche und soziale Kristallisationspunkte und gemeinschaftlich nutzbaren Raum in der Stadt zu halten. Sie setzen sich mit den komplexen Schnittstellen und Prozessen zwischen Kirche, Kommune und Denkmalschutz gegeneinander ab. Die Auswirkungen der Entkirchlichung standen zur Debatte: Gibt es Kooperationen zwischen Stadt und Kirche, getragen vom gemeinsamen Interesse an Identität stiftenden Räumen für das Gemeinwesen?
Aktuell werden in enger Kooperation mit der pro ki ba (Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung für kirchliches Bauen in Baden mbh) Forschungsanträge zum Thema des Umgangs mit dem kirchlichen, insbesondere sakralen Immobilienstand vorbereitet. (Bearbeitung: Stefan Netsch, Fabian Kerl)

weitere Informationen: PDF

Zur Lektüre: Kirchenräume neu denken, Heft 4/2012 des Forum Stadt, Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung, Forum Stadt, Esslingen

Vom Sakralen zum Banalen? Heilige Räume im Wandel

Kirchen prägen das Gesicht der Städte. Schrumpfende finanzielle Mittel und sinkende Mitgliederzahlen fordern von den Gemeinden ein Überdenken der bisherigen Nutzungsweisen ihrer Kirchen.
Das Buch beschäftigten sich mit möglichen Lösungen wie Nutzungserweiterungen oder Umnutzung, mit intelligenten Strategien für den jeweiligen Ort, mit gelungenen Kooperationen, mit dem Erhalt von Raumqualitäten z.B. hinsichtlich Spiritualität oder Zeichenhaftigkeit und mit der Einbindung der politischen Gemeinde in den Prozess in der kirchlichen Gemeinde.
Der Focus auf städtebauliche und sozialwissenschaftliche Aspekte erweitert die Debatte um Kirchenumnutzungen, die sich bisher weitgehend auf organisatorische, immobilienwirtschaftliche und technisch - architektonische Fragestellungen konzentriert.

Zur Lektüre: K. Gothe, A. M. Kunz, K. Nagorni (Herausgeber), Vom Sakralen zum Banalen? Heilige Räume im Wandel, in der Reihe: Herrenalber Forum Band 66, Karlsruhe 2011